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Google Home

 

Obwohl aktuell noch nicht in Deutschland verfügbar, ist bereits ein großer Hype um den smarten Lautsprecher Google Home entstanden. Aufgrund der Expertise des Unternehmens müsste der Sprachassistent auch besonders gut auf Fragen und Befehle reagieren können. Stimmt das wirklich?

Inhalt: Verfügbarkeit | Spracherkennung | Lautsprecher Features | Datenschutz Home oder Echo?

 

Google Home in Deutschland

 

Google Home Sprachassistent
Mittlerweile ist Google Home in den USA gestartet, ein genaues Datum für den deutschen Release steht aber noch nicht fest. Laut Unternehmensangaben soll Home irgendwann 2017 erscheinen. Damit könnte Google wichtige erste Kunden an den großen Konkurrenten Amazon Echo mit dem Sprachassistenten Alexa verlieren.

Allerdings ist die Anpassung eines sprachgesteuerten Gerätes auf einen neuen Markt nicht so einfach, schließlich muss der Assistent mit einer komplett neuen Sprache zurechtkommen. Preislich liegt Google Home in den USA bei 130 Dollar. Ein Preis für den deutschen Markt steht noch nicht fest.

 

Wie gut versteht Google Home Sprachbefehle?

 

Für einen Sprachassistenten ist natürlich die Qualität der Spracherkennung entscheidend. In letzter Zeit konnten hier große Fortschritte gemacht werden. Auch in Zukunft ist damit zu rechnen, dass die Spracherkennung von Computern weiter optimiert werden kann. Wie sieht es aber aktuell bei Google Home aus?

Momentan sind Aussagen hierzu nur für die englische Sprachsteuerung möglich, die deutsche Sprache wird noch nicht unterstützt. Die Steuerung auf Englisch klappt aber bereits recht gut, auch wenn noch nicht allzu viele Befehle direkt verarbeitet werden können.

Ein „Gespräch“ mit Google Home wird mit den Worten „Ok Google“ begonnen. Bekannt ist dieser Slogan bereits durch andere Google Produkte wie beispielsweise die Websuche per Sprachbefehl auf Android Geräten.

 

Die Qualität der Lautsprecher bei Google Home

 

 

Google Home kann bereits jetzt dazu genutzt werden, über verschiedene Dienste Musik abzuspielen. Dazu gehören natürlich das hauseigene Google Music, aber auch andere Apps wie Spotify. Die Qualität ist dabei für ein Gerät dieser Größe durchaus ansprechend. Allzu hohe Ansprüche sollte man aber nicht haben. In einem solchen Fall empfiehlt sich beispielsweise der Anschluss von externen Lautsprechern.

Google Home Lautsprecher Qualität

Die Features bei Google Home

 

Ähnlich wie andere Sprachassistenten steckt auch Google Home noch ganz klar in den Kinderschuhen was die Funktionen angeht. Einige Features sind aber bereits jetzt verfügbar. Gesteuert wird Google Home durch den Google Assistant. Dieser kann wie gesagt bereits eine Reihe von Sprachbefehlen direkt verarbeiten. So lässt sich der Wecker für den nächsten Tag stellen oder die Lieblingsplaylist starten. Auch verschiedene direkte Fragen beantwortet Google Home, wenn sie einfach formuliert sind.

Dabei ist sogar auf gewisse Weise eine „Unterhaltung“ möglich, denn der Google Assistant merkt sich vorangegange Fragen. Wurde beispielsweise die Frage „Was ist die Hauptstadt von Frankreich?“ gestellt und beantwortet, kann der Google Assistant im nächsten Schritt auch „Und wie ist das Wetter dort?“ beantworten. Die Konkurrenz von Amazon ist hier noch nicht so weit.

Weiterhin arbeitet Google Home natürlich besonders gut mit anderen Diensten von Google zusammen. Bestimmte Aufgabenlisten können beispielsweise in der App „Notizen“ aus demselben Hause gespeichert werden. Auch der Chromecast arbeitet mit Google Home zusammen. So lässt sich vielleicht schon bald die nächste Netflix-Session komplett per Sprachbefehl steuern.

Ein Problem zeigt sich aber aktuell: Google Home lässt sich nur mit einem Google Account verknüpfen. Wollen also mehrere Personen den Assistenten nutzen, kann es zu Problemen kommen. Wahrscheinlich wird Google das aber in der nahen Zukunft beheben.

In Zukunft werden noch viel mehr Dinge über Sprachbefehle steuerbar sein. Systeme wie Google Home können sich dann zur Zentrale in einem Smartphone weiterentwickeln und von Einkäufen bis zur Heizung alles steuern.

 

Google Home und der Datenschutz

 

Schon in der Vergangenheit stand Google häufig im Zentrum der Aufmerksamkeit, wenn es um Themen des Datenschutzes ging. Auch Google Home hat viele Kritiker auf den Plan gerufen. Da der Assistent bei den Worten „Ok Google“ aktiv werden soll, muss er ständig aktiv sein. Außerdem werden natürlich bei der Nutzung des Systems jede Menge Daten produziert, die dann von Google gespeichert und weiterverarbeitet werden können.

Die bisherige große Nachfrage nach solchen Geräten zeigt aber auch, dass nicht alle potentiellen User die Bedenken teilen. Aktuell gibt es außerdem bereits in vielen Haushalten Geräte, die über ähnliche Funktionen verfügen, zum Beispiel Smart-TVs mit Mikrofonen oder auch Smartphones, die per Sprachbefehl gesteuert werden können. Ein transparenter Umgang von Google mit den gesammelten Daten könnte für die Akzeptanz von Google Home entscheidend sein.

Und bei Bedarf lässt sich das Gerät natürlich auch einfach ganz ausschalten.

 

Google Home und Amazon Echo im Vergleich

 

Im Gegensatz zu Google Home ist Amazon Echo in Deutschland bereits verfügbar, wenn auch nur mit teilweise längeren Wartezeiten. Beide Internetgiganten weiten damit ihr Serviceangebot aus und stehen in einem direkten Kampf um die User. Auf längere Sicht scheint Google hierbei einen Vorteil zu haben, schließlich hat der Konzern als Suchmaschine begonnen und verfügt auch auf diesem Gebiet über einiges an Erfahrung. Amazon Echo hat hingegen den Vorteil, schon jetzt auf dem deutschen Markt präsent zu sein und dadurch möglicherweise schneller auf Kundenwünsche reagieren zu können.

Beide Dienste funktionieren natürlich, zumindest theoretisch, besonders gut mit den anderen Angeboten des gleichen Herstellers. Preislich ist ein Vergleich nur schwer möglich, da ein deutscher Verkaufspreis für Google Home noch nicht feststeht. Legt man aber die 130 Dollar auf dem amerikanischen Markt als Maßstab an, dann liegt der Preis für Google Home zwischen dem Amazon Echo für 180 Euro und dem Amazon Echo Dot für 60 Euro.

Beide Systeme können ihr Potential aktuell noch nicht wirklich ausschöpfen, eine Prognose für die Zukunft ist daher nicht so einfach möglich. Viel falsch machen kann man bei der Entscheidung aber nicht, denn die Unterschiede zwischen den Systemen sind aktuell nicht übermäßig groß.

Hier findest du einen Vergleich von Google Home vs. Amazon Echo.

 

Google Home: Warten auf den Deutschlandstart

 

Konkretere Informationen zu Google Home wird es mit dem Deutschlandstart geben, der noch 2017 bevorstehen soll. Auch weitere Funktionen werden sicher nicht lange auf sich warten lassen und der sich andeutende Zweikampf zwischen Amazon Echo und Google Home könnte auch für die User interessant werden.